Förderungen

Um Elektromobilität und den Erwerb eines elektrischen Fahrzeuges attraktiver zu gestalten, muss deutschlandweit auch eine Infrastruktur vorhanden sein, die das flexible Laden an vielen Standorten begünstigt. Verschiedene Institutionen haben zu diesem Zweck Förderrichtlinien und Kredite ins Leben gerufen, um eine Grundlage für die zukünftige großräumige Einbindung von Elektromobilen zu gewährleisten.

Förderprogramme in Deutschland


Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland

Rechtzeitig dabei sein und sparen.

Die Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (kurz BMVI) läuft bis Ende 2020 in zeitlich gestaffelten Aufrufen. Die Errichtung von mobile-C-Ladestationen kann hierbei mit zum letzten Stand bis zu 40% bzw. 2.500 € je Ladepunkt (bis 22kW) gefördert werden. Folgende Kriterien sind hierbei unter anderem zu beachten:

  • Das Förderprogramm richtet sich an natürliche und juristische Personen, GbR & WEG sind ausgeschlossen
  • Die Ladesäule muss öffentlich 24/7 zugänglich sein. Eine Absenkung der Zugänglichkeit bis maximal 12h täglich hat eine deutliche Kürzung der Förderung zur Folge
  • Der bezogene Strom für die Ladesäule muss von einem zertifizierten Grünstromanbieter oder aus eigenen erneuerbaren Quellen stammen
  • Im halbjährlichen Turnus besteht eine Dokumentationspflicht
  • Mindestbetriebsdauer: 6 Jahre
  • Andere staatliche Förderungen sind ausgeschlossen

Für weitere Informationen und eine umfassende Checkliste zur inhaltlichen Vorbereitung des nächsten Aufrufes: Kontakt

KfW-Umweltprogramm

Umweltschutz in Unternehmen

Das KfW-Umweltprogramm ermöglicht zinsgünstige Finanzierungen für eine Vielzahl von Umweltschutzmaßnahmen. Die Kredite werden hierbei in jedem Fall individuell verhandelt – bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten können finanziert werden. Kleinunternehmen können dabei in einem KU-Fenster von besonders günstigen Kreditkonditionen profitieren. Folgende Maßnahmen können unter anderem finanziert werden:

  • Ressourceneffizienz/Materialeinsparung (Optimierung von Produktionsverfahren, Rückgewinnung und Aufbereitung)
  • Luftreinhaltung, Lärmschutz, Klimaschutz (Verringerung Emissionen)
  • Abfallvermeidung, -verwertung, Abwasservermeidung
  • Umweltfreundlicher Verkehr (Anschaffung von gewerblich genutzten Elektro-Fahrzeugen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Tankanlagen für Wasserstoff
  • Sonstige Maßnahmen (Boden- und Grundwasserschutz, Flächensanierung, Deponiesanierung)

Weitere Informationen erhalten Sie auch im Merkblatt zum KfW-Umweltprogramm

Förderungen für Kommunen in Thüringen


E-Mobil Invest

Elektromobilität in kommunalen Unternehmen

E-Mobil Invest ist ein Förderrichtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung der Elektromobilität in kommunalen Unternehmen. Mit 1 Mio. € Gesamtsumme werden hierbei bis 2020 Projekte der Elektromobilität für kommunale, in Thüringen ansässige Unternehmen gefördert. Folgende Rahmenbedingungen gelten unter anderem zu beachten:

  • Das Unternehmen muss nicht nur in Thüringen ansässig sein, auch das Projekt muss im Freistaat realisiert werden
  • Kauf von Elektrofahrzeugen: bis 40% der zuwendungsfähigen Ausgaben pro Fahrzeug. Der Maximalbetrag ist von Gewicht abhängig: max. 8.000 € bis 3,5t, 15.000 € bei Fahrzeugen über 3,5t
  • Umrüstung von Fahrzeugen auf Elektroantrieb zu selben Konditionen wie bei der Neuanschaffung
  • Installation öffentlicher Ladesäulen: Umfassende Förderung von Anschaffung bis Installation mit bis zu 50% der Kosten, bei Ladesäulen bis 22kW mit max. 6.000 € der förderfähigen Ausgaben
  • Voraussetzungen: 24/7 Betrieb der Ladesäule, Ökostrom-Tarif eines zertifizierten Anbieters oder Strom aus eigener, erneuerbarer Quelle

Mehr erfahren Sie in der E-Mobil Invest Förderrichtlinie.

Klima Invest

Kommunale Klimaschutzmaßnahmen

Klima Invest ist ein Förderprogramm der Thüringer Aufbaubank (TAB) mit dem Ziel Treibhausgasemissionen in Thüringen zu mindern. Eine Kumulation mit anderen Mitteln durch den Bund auf Zuschuss- und Darlehensbasis ist zulässig, sofern die jeweiligen anderen Förderprogramme es zulassen. Der Fokus dieses Förderprogrammes liegt auf der Beratung und Konzipierung von verschiedenen Maßnahmen, die innerhalb einer Kommune den Klimaschutz verbessern sollen:

  • Einstiegspaket: Leistungen zur Vorbereitung und Durchführung von Einstiegsberatungen, Energieberatungen für Gebäude vor Ort und dadurch abgeleitette Einzelmaßnahmen unterhalb der Grenze von 7.500 € der zuwendungsfähigen Ausgaben
  • THG-Minderungskonzepte, Klimaschutzkonzepte zur nachhaltigen Mobilität, erneuerbaren Energien und Wärmenutzung
  • Erstellung von Konzepten zur energetischen Modernisierung von Gebäuden und Straßenbeleuchtung
  • Investitionen in Elektromobilität im Bereich der kommunalen Fuhrparke

Mehr erfahren Sie von der TAB – Klima Invest.